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Grundsätzlich können alle Werkstoffe, die bei vertikalen Verglasungen eingesetzt werden, auch im Schrägbereich Verwendung finden. Es treten jedoch bei geneigten Dachverglasungen wesentlich höhere thermische und mechanische Beanspruchungen auf, die besondere konstruktive Maßnahmen erfordern. Darüber hinaus muss die Verkehrssicherheit der Überkopfverglasung im Sinne der Landesbauordnungen gewährleistet sein. Die Anforderungen der ,.Technischen Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen"sind zu erfüllen. Klotzung Wie auch im vertikalen Bereich müssen Dachscheiben mit Tragklötzen am unteren Scheibenrand (Lastaufnahme) und mit seitlichen Distanzklötzen fixiert werden. Die Distanzklötze verhindern den direkten Kontakt zwischen Glaskante und Konstruktionselementen. Bei spitzwinkligen Modellscheiben ohne horizontale Klotzkante (Spitze nach unten) sind die Tragklötze mindestens 20 cm von der Spitze entfernt an den Flanken anzuordnen. Scheibenzwischenraum Der Scheibenzwischenraum soll in der Regel 12 mm nicht überschreiten. Gerade im Schrägbereich führt die höhere thermische Beanspruchung des SZR bei gleichzeitig erhöhter statischer Last durch Veränderung des Gasvolumens im SZR zu verstärkter Pumpbewegung. Die daraus resultierende Belastung wird bei der Bemessung der Scheiben nach der DIBt-Richtlinie berücksichtigt. Auch der Randverbund wird erheblich belastet (Lebensdauer!). Werden aus bauphysikalischen Gründen größere SZRs gefordert, ist die zusätzliche Belastung des Randverbunds zu prüfen. Ein Spezialfall ist die Verwendung von drahtarmierten Gläsern. Die thermische Belastbarkeit von Drahtgläsern ist im Vergleich zu Floatglas wesentlich geringer. Daher muß der SZR auf 10 mm begrenzt werden. Verwendete Glasarten Die zulässigen Glasarten sind in der DIBt-Richtlinie geregelt. • Verbund-Sicherheitsglas (VSG mindestens 2scheibig) in variabler Dicke, entsprechend den statischen Erfordernissen und einem dem Stand der Technik entsprechenden Scheibenkantenzustand. • Drahtarmierte Gläser, die in der Regel in 7 mm Dicke gehandelt werden. Hieraus ergibt sich eine Beschränkung der Rastermaße. Anpresskraft der Deckleisten Die Anpresskraft ist beim Einbau auf 20 N je cm Kantenlänge zu begrenzen, damit im Gebrauchszustand ein Wert von 50 N je cm mit Sicherheit nicht überschritten Wird. Es ist auf eine gleichmäßige Pressung der Pressleisten auf der gesamten Länge (besonders im Endbereich der Pressleisten) zu achten. Auflageprofil Das Auflageprofil für die Verglasung muss eine Shore AHärte von 60 bis 70 haben, um eine dauerhafte elastische Auflage zu schaffen. Ein Vorlegeband ist nicht geeignet. Dichtungsprofil Wegen der besseren Haftung auf Glas und der Möglichkeit, an Problempunkten nachträglich zu versiegeln, empfiehlt sich die Verwendung von Silikondichtlippenbändern (auf APTK-Profilen hält keine Versiegelung dauerhaft!). Ausführung der horizontalen Glasstöße Um einen ungehinderten Wasserablauf in der Glasdachebene zu gewährleisten, bieten sich zwei Ausführungen des Glasstoßes an: • überlappender Stoß Der überlappende Stoß ist nur mit Stufen-Isolierglas möglich. Hierbei sind folgende Punkte zu beachten: Der Randverbund ist vor Sonnenstrahlung durch geeignete Maßnahmen zu schützen. Folgende Möglichkeiten bieten sich an: • Abdeckungen durch Edelstahl, Kupfer, eloxiertes Aluminium o. ä., die auf das Isolierglas mit Spezialkleber aufgeklebt werden können. • Abdeckungen durch dunkle, absorbierende Teilemaillierung des Glases mit unterschied • Die Abdeckung kann durch geeignete konstruktive Elemente erbracht werden (hinterlüftetes Querprofil, Schattenblech). Auf diese Schutzmaßnahmen kann verzichtet werden, wenn Silikon als Randverbundmaterial eingesetzt wird. Der Uberstand der oberen Scheibe sollte mind. 10 cm betragen. Ab einem Überstand von 15 cm ist die Außenscheibe in ESG auszuführen. Bei Überstandscheiben werden die Tragklötze so eingebracht, dass nur die innere VSGScheibe zusammen mit dem Randverbund geklotzt wird. |