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Forderungen an Verglasung und Anschluss der Alarmgläser

Da es zur Zeit keine Norm für Alarmgläser bzw. Einbruchmeldanlagen gibt, sind die folgenden Forderungen angelehnt an die "Richtlinie für Elnbruchmeldeanlagen - Planung und Einbau' der VdS Schadenverhütung GmbH in Köln zu berücksichtigen.

Die Alarmscheiben dürfen bei der Lagerung, dem Transport und der Montage nicht auf die Kabelanschlussstellen gestellt werden.

Die Verglasung der Alarm-Isoliergläser hat entsprechend der jeweils gültigen Verglasungs-Richtlinien zu erfolgen.Die Verglasung von Alarm-Isolierglas darf nur in Verglasungssystemen mit belüftetem, dichtstofffreiem Falzraum erfolgen. Dies gilt auch für Holzfenster.

Die Verglasungssysteme müssen der Beanspruchungsgruppe Vf 5 der Rosenheimer-Tabellen entsprechen. Alle Dichtmaterialien müssen VSG-verträglich und elektrisch nichtleitend sein. Die ESG-Alarmscheibe ist stets zur Angriffseite hin einzubauen. Scheibenkennzeichnung beachten!

Jede Alarmscheibe ist vor und nach dem Verglasen durch Messung des elektrischen Widerstandes von Alarmschleife, Mittelkontakt (verbundene Kabel) sowie bezüglich Erdschluss auf ihre Funktion zu prüfen und mit den Widerstandswerten auf dem Aufkleber zu vergleichen.

Der Einbau der Alarmgläser muss so erfolgen, dass eine Demontage von außen nur erschwert möglich ist (Glashaltelelsten innen). Wenn dies nicht möglich ist, muss sichergestellt werden, dass das Herausnehmen der Gläser zur Meldung führt.

Alarmgläser müssen - soweit möglich - allseitig gefasst sein. Im Einzelfall vorhandene freiliegende Glasstöße müssen elektrisch auf Durchgriff mit Hilfswerkzeugen überwacht werden. Alle bauseitigen Kabelverbindungsstellen müssen sicher gegen Feuchtigkeit geschützt sein. Die Kabelverbindung im Fassadenbereich erfolgt mit einer Flachsteckerverbindung mit integrierter Dichtung, die zusätzlich mit einem Schrumpfschlauch gegen Feuchtigkeitseinwirkung geschützt wird.

Vor dem Zusammenfügen von Stecker und Buchse wird der 60 mm lange mitgelieferte Schrumpfschlauch über den Stecker gezogen. Nach dem Zusammenfügen der Flachsteckerverbindung wird der Schrumpfschlauch gleichmäßig über Stecker und Buchse verteilt.

Danach wird der Schrumpfschlauch mit einer Flachzange an das Flachbandkabel gedrückt, mit einer Heißluftpistole erwärmt und dadurch aufgeschrumpft.

Es ist darauf zu achten, dass die obere Eckklotzung nicht im Bereich der Alarmschleife erfolgt. Bei Dreh- bzw. Dreh-/Kippflügel sollte die Alarmschleife deshalb von vornherein an der Bandseite geplant werden.

Beim Alarm-Isolierglas darf die Alarmschleife oben rechts oder links bzw. unten rechts oder links eingebaut werden. Beim VSG-Alarmglas darf die Alarmschleife nur oben links oder rechts eingebaut werden.

Bei der Bestellung muss die Position der Alarmschleife angegeben werden.

Das Falzspiel sollte mindestens 7 mm betragen, um ein scharfes Abknicken des Kabels zu vermeiden. An der Isolierglaskante, an der die Alarmschleife positioniert ist muss die Glasfalzhöhe mindestens 20 mm betragen, damit der Abstandhalter vom Isolierglas nicht in die lichte Fensteröffnung ragt.