Altglas
Glas kann wieder eingeschmolzen werden. Glasscherben wirken wie Flußmittel und beschleunigen das Flüssigwerden des Sandes bei der Glasschmelze. Auf diese Weise sparen Scherben Energie
Absorption der Energie
Neben der Transmission und Reflexion ist die Absorption die dritte bestimmende Größe beim Strahlungsdurchgang durch Glas. Transmission + Reflexion + Absorption _________________ = 100 % Durch die Absorption wird die Strahlungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt und führt zu einer Temperaturerhöhung der absorbierenden Glasscheibe.
Alarmglas
ipasafe Alarm ist eine ESG Scheibe, die zusätzlich über eine Alarmschleife verfügt. Diese ist an eine Alarmanlage anzuschließen. Als Halbzeug kann es zu Isolierglas und zu monolithischem VSG weiterverarbeitet werden. Da eine ESG-Scheibe bei Beschädigung stets über die gesamte Fläche bricht, wird somit auch die Alarmschleife unterbrochen und damit die angeschlossene Alarmanlage ausgelöst. Die ESG-Alarmscheibe muß zur Angriffseite hin positioniert werden.
Angriffhemmende Verglasungen
Angriffhemmende Verglasungen werden in folgende Gruppen eingeteilt: durchwurfhemmende Verglasungen durchbruchhemmende Verglasungen durchschusshemmmende Verglasungen sprengwirkungshemmende Verglasungen. Mit amtlicher Prüfung der angriffhemmenden Verglasung - wird die Angriffseite festgelegt. Damit ist auch die Einbauposition bestimmt. Neben der Norm DIN 52 290 und den VdS-Richtlinien gelten seit dem Jahr 2000 die neuen europäischen Normen für angriffhemmende Verglasungen. Die DIN EN 356 bezieht sich auf die durchwurf-bzw. durchbruchhemmenden, die DIN EN 1063 auf die durchschusshemmenden Verglasungen.
Butzenscheibe
Runde Glasscheibe mit einer Erhöhung in der Mitte. Die Butzenscheibe entsteht aus einer mit der Glasmacherpfeife geblasenen Glaskugel, die zu einer flachen Scheibe ausgeschleudert wird. Als Erfinder dieses Verfahrens gilt Philipp de Cacqueray, 1330. Butzenscheiben gelten als Symbol "altdeutscher" Wohnkultur. Eine Gußglas - Sorte imitiert die Butzenscheiben.
b-Faktor (Shading coefficient)
Der "mittlere Durchlassfaktor b" ist die entscheidende Größe zur Berechnung der Kühllast. Der b-Faktor wird auch "Shading coeffizient" genannt und ist nach VDI 2078, Ausgabe Juli 1996, das Verhältnis aus g-Wert der jeweiligen Verglasung und dem g-Wert eines Zweischeiben-Normalglasfensters. Der g-Wert dieses Zweischeiben-Normalglasfensters wird als Konstante mit 80 % angesetzt.
Beschichtetes Warmglas
Farbneutrales Warmglas wurde Anfang der 80er Jahre erstmals von Interpane am Markt eingeführt. Um die Transparenz des Glases mit den hervorragenden Emissionseigenschaften der Edelmetalle zu verbinden, werden dünne Metallschichten auf das Glas aufgebracht. Dadurch ist einerseits die Durchlässigkeit für das Licht der Sonne gegeben, auf der anderen Seite wird das Emissionsvermögen der Glasoberfläche wirkungsvoll verringert. Bei der Herstellung der iplus Schicht wird ähnlich der Entspiegelung von Kameraobjektiven das aus der Optik bekannte Interferenzprinzip benutzt. So lassen sich wirklich neutrale Wärmefunktionsschichten mit niedrigem Emissionsvermögen (e = 0,04) herstellen, die einen UV-Wert von 1,1 W/m2K im Standardaufbau mit Argonfüllung gewährleisten. Aus dem so beschichteten Basisglas iplus läßt sich eine umfangreiche Produktpalette mit UV-Werten bis zu 0,5 W/m2K im Isolierglasaufbau herstellen. Auch Kombinationen mit Schallschutz- oder Sicherheitseigenschaften sind möglich.
Bewertetes Schalldämm-Maß Rw
Bei der schalltechnischen Beurteilung von Verglasungen findet das bewertete Schalldämm-Maß Rw nach EN 20140 T. 3. Verwendung. Es wird durch Messungen und Vergleich mit der Bezugskurve ermittelt und in Dezibel ausgedrückt. Auf Grund des logarithmischen Maßstabs bewirkt eine Verbesserung der Schalldämmung von 10 dB eine Halbierung der Lärmbelästigung
Diatretglas
Römisch - antiker Glasbecher mit umgebendem Glasnetz, das aus einem Glasstück herausgeschliffen wurde.
Durchbruchhemmende Verglasung
Die Normen klassifizieren Verglasungen in drei Widerstandsklassen gegen Durchbruch mit steigendem Sicherheitsgrad. Die Eignungsprüfung erfolgt mit einer maschinell geführten, 2 kg schweren Axt. Dabei wird die Anzahl der Schläge ermittelt, die benötigt wird, um eine 400 mm x 400 mm große Durchbruchöffnung in den Prüfling (110 cm x 90 cm) zu schlagen. Die Prüfanforderungen und die sich daraus ergebenden Widerstandsklassen sind wie folgt dargestellt: DIN EN 356 Widerstandsklasse Anzahl der Axtschläge P6B 30 bis 50 P7B 51 bis 70 P8B über 70 DIN EN 52 290 Teil 3 Widerstandsklasse Anzahl der Axtschläge B1 30 bis 50 B2 51 bis 70 B3 über 70 Durchschusshemmende Verglasungen Interpane bietet durchschusshemmende Verglasungen unter dem Markennamen "ipasafe C-Typen" an. ipasafe C ist unser Panzerglas und bietet höchste Sicherheit vor Angriffen auf Leib und Leben. Die Prüfung sieht ein dreimaliges Beschießen des Prüflings vor, wobei die Einschüsse in einem fixierten Abstand zueinander zu platzieren sind. Die Widerstandsklassen unterscheiden sich durch das eingesetzte Kaliber. Zusätzlich erfolgt eine Differenzierung in "splitterfrei" (NS bzw. SF) und "Splitterabgang" (S bzw. SA). Die DIN EN 1063 gliedert beschusshemmende Verglasungen in neun Klassen mit steigender Schutzwirkung von BR1-S bis SG2-S. Daneben gibt es ebenfalls neun splitterfreie Klassen von BR1-NS bis SG2-NS. Die DIN 52 290 Teil 2 gliedert fünf beschusshemmende Verglasungsklassen von C1SA bis C5SA sowie fünf splitterfreie Klassen von C1SF bis C5SF. Weitere Details zur Planung und zum Einsatz dieser durchschusshemmenden Verglasungen finden Sie im Handbuch "Gestalten mit Glas" von Interpane. Da alle durchschusshemmenden Verglasungen aus mehrschichtigem, asymmetrisch aufgebautem VSG bestehen, verfügen alle ipasafe C Typen zwangsläufig auch über eine verbesserte Einbruchhemmung. Durchwurfhemmende Verglasungen Die Normen klassifizieren Verglasungen nach ihrer Schutzwirkung gegen Durchwurf. Das Prüfverfahren geht von schweren Wurfgeschossen aus, die mit einer 4.110 g schweren Metallkugel mit einem Durchmesser von 10 cm im freien Fall simuliert werden. Die Kugel wird auf jede Probe (110 cm x 90 cm) mehrmals aus definierter Höhe fallengelassen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn keine Kugel die Probe durchschlägt.
Emailglas
Glas mit aufgeschmolzener Malerei in opaken Farben. Feuerpolitur Blankgeschmolzene Oberfläche des Glases
Einbruchhemmende Verglasung
Zur Prämienfestsetzung der Schutzobjekte prüft die VdS Schadenverhütung GmbH einbruchhemmende Verglasungen (EH) auf durchbruchhemmende Eigenschaften. Die von ihr anerkannten Produkte werden in ein Verzeichnis aufgenommen. Die verschiedenen EH-Verglasungen sind in fünf Widerstandsklassen mit steigender Schutzwirkung eingeteilt: EH 01 EH 02 EH 1 EH 2 EH 3 Interpane bietet unter dem Markennamen ipasafe EH für alle Widerstandsklassen geeignete, von der VdS geprüfte, Sicherheitsverglasungen an. Das heute noch am Markt angebotene Produkt Typ DH 4 entspricht der Widerstandklasse EH 02. Emissionsvermögen e gemäß DIN EN 673 Die Ermittlung des Emissionsvermögens erfolgt unter Messung der Reflexion einer Bauteiloberfläche. Hierbei wird unterstellt, dass der Einfallswinkel nahezu senkrecht zur betrachteten Oberfläche liegt und die Messung bei verschiedenen Wellenlängen stattfindet. Der so ermittelte Reflexionswert R wird gemäß der Formel e = 1- R in den Emissionswert umgerechnet. Da es messtechnisch nicht möglich ist, genau mit einem Einfallswinkel von 0° zu messen, wird im allgemeinen bei einem mittleren Einfallswinkel von =10° gemessen. Dieses Ergebnis wird generell als normales Emissionsvermögen bezeichnet. Siehe auch normales Emissionsvermögen en nach DIN EN 673 sowie effektives Emissionsvermögen e nach DIN EN 673. Normales Emissionsvermögen en nach DIN EN 673 Bei der Ermittlung des normalen Emissionsvermögen en, nach DIN EN 673 wird das im Abschnitt "Emissionsvermögen" beschriebene Messverfahren zugrunde gelegt, wobei 30 Wellenlängen zwischen 5,5 mm und 50 mm ausgewertet werden. Aus diesen Einzelergebnissen wird der Mittelwert unter Berücksichtigung der Verteilung der Temperaturstrahlung bei + 10° C bestimmt. Das Resultat wird als "normales Emissionsvermögen en" bezeichnet. Effektives Emissionsvermögen e nach DIN EN 673 Für die praktische Berechnung des U-Wertes von Glas ist der reine Messwert en nicht brauchbar. Nach den Vorgaben der DIN EN 673 wird das normale Emissionsvermögen en mittels eines Korrekturfaktors in das effektive Emissionsvermögen e umgerechnet. Dieser Wert dient zur Berechnung des U-Wertes. Energiebilanz. Der Nachweis des Jahres-Heizwärmebedarfs erfolgt gemäß Anlage 1 der 3. Wärmeschutzverordnung grundsätzlich mit einem Energiebilanzverfahren. Dabei werden erstmals Sonnenenergiegewinne berücksichtigt. Dies kann entweder durch direkte Ermittlung der solaren Zugewinne bestimmt werden oder durch die einfach zu handhabenden äquivalenten U-Werte. Der äquivalente U-Wert ist lediglich eine statistische Größe, die nur das energetische Verhalten eines transparenten Bauteils beschreibt. Die für die Raumbehaglichkeit und Tauwasserfreiheit maßgebliche Oberflächentemperatur wird dagegen ausschließlich durch den U-Wert bestimmt, denn: U-Wert ist Sparwert.
ESG-Einscheiben-Sicherheitsglas
ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas. Die Vorspannung wird durch eine Wärmebehandlung des Glases erreicht. Der Herstellungsprozeß von ESG besteht im raschen und gleichmäßigen Erhitzen einer Glasscheibe auf über 600 °C und dem anschließenden zügigen Abkühlen (Abschrecken) durch Anblasen mit kalter Luft. Die charakteristische Spannungsverteilung im Einscheiben-Sicherheitsglas bewirkt, daß die äußeren Flächen zum Kern hin unter Druckspannung, der eigentliche Kern des Glases jedoch unter Zugspannung steht. Beide Spannungen müssen zueinander im Gleichgewicht stehen, denn nur so ist der stabile Spannungszustand zu erreichen, der die Sicherheitseigenschaften von ESG gewährleistet. ESG verfügt über einen erhöhten Verletzungsschutz, denn im Falle der Zerstörung entsteht ein engmaschiges Netz von kleinen, meist stumpfkantigen Glaskrümeln und keine scharfkantigen Glassplitter. Zusätzlich zu dieser Sicherheitseigenschaft, zeichnet sich ESG durch weitere Vorzüge aus: Erhöhte Biegefestigkeit min. 120 N/mm² gegenüber min. 45 N/mm² bei Floatglas Erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit nach DIN 52 337 (Pendelschlagversuch) bzw. DIN EN 12.600 (E) Erhöhte Temperaturwechsel-Beständigkeit über die Scheibenfläche 200 K statt 40 K bei normalem Floatglas
Glasmalerei
"Malen" mit Glas. Die Kunst, Glasfenster aus farbigem und teils bemalten Glasstücken, die durch Bleiruten miteinander verbunden werden, herzustellen. Auch bekannt unter dem Namen Bleiverglasung. Ältester Fund eines Fragmentes der Glasmalerei im Kloster Lorch, aus der Zeit um 880. Die Glasmalerei wird durch den Glaser hergestellt. Glas- und Porzellanmaler beschäftigen sich dagegen mit der Bemalung von Gebrauchs-, Schmuck- und Kunstgegenständen.
Farbwiedergabe-Index Ra
Die Farbwiedergabeeigenschaften einer Verglasung werden durch den allgemeinen Farbwiedergabeindex Ra nach DIN 6169 oder DIN EN 410 ermittelt. Die Skala für Ra reicht bis 100. Der optimal mit einer Verglasung erreichbare Ra-Wert ist 99. Der Ra,D-Wert kennzeichnet die Farberkennung bei Tageslicht erstens im Raum und zweitens bei Durchsicht. In vergleichbarer Weise kennzeichnet der Ra,R-Wert die Farbwiedergabe des Glases auf der Ansichtsseite.
Floatglas
Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren, eine Erfindung von Pilkington, hat zwischenzeitlich alle früheren Produktionsverfahren für Flachglas abgelöst. Float heißt auf deutsch soviel wie "obenauf schwimmen oder treiben" und damit ist auch das eigentliche Prinzip dieses Verfahrens charakterisiert. Beim Floatverfahren bewegt sich ein endloses Glasband aus der Schmelzwanne auf ein flüssiges Zinnbad. Dort schwimmt es auf der Oberfläche des geschmolzenen Metalls, breitet sich aus und wird genügend lange auf einer ausreichend hohen Temperatur gehalten. In Folge der Oberflächenspannung der Glasschmelze und der planen Oberfläche des Zinnbades, bildet sich auf natürliche Weise ein absolut planparalleles Glasband. Im Kühlkanal und auf der anschließenden Transportstrecke kühlt das Glas bis auf Raumtemperatur ab, so daß es in Tafeln geschnitten werden kann
g-Wert gem. DIN 67507 oder DIN EN 410
Der g-Wert ist der Gesamtenergiedurchlassgrad von Verglasungen für Sonnenstrahlung im Wellenlängenbereich von 300 nm bis 2.500 nm. Die Größe ist für klimatechnische Berechnungen von Bedeutung und wird in Prozent ausgedrückt. Der g-Wert setzt sich zusammen aus direkter Sonnenenergietransmission und sekundärer Wärmeabgabe nach innen infolge langwelliger Strahlung und Konvektion. Der Bemessungswert >>g<< für den Gesamtenergiedurchlassgrad wird grundsätzlich nach der europäischen DIN EN 410 bestimmt.
Gasfüllung
Zur Verbesserung der Funktionen im Wärme- und Schallschutzbereich werden moderne Funktionsisoliergläser mit unterschiedlichen Gasfüllungen ausgestattet. In der Regel handelt es sich um Krypton oder Argon oder Gemische daraus. So ist es möglich, daß moderne iplus Isoliergläser U-Werte bis zu 0,5 W/m2K oder Schalldämm-Werte bis zu Rw = 50 dB erreichen. Aus Gründen des Umweltschutzes verzichtet Interpane generell auf den Einsatz von SF6 zur Verbesserung der Schalldämmung. Dieses Treibhausgas wird nicht mehr eingesetzt.
Heizglas
Verbundglas, in dessen zwischenschicht kaum sichtbare Heizfäden eingelegt sind. Anwendung zum Beispiel im Fahrzeugbau.
Heißlagerungstest (Heat-Soak-Test)
Die verzögerte Zerstörung von vorgespannten Glasscheiben (ESG), ohne erkennbare äußere Einwirkung wird als Spontanbruch bezeichnet. Nicht zu verwechseln mit dem Spontanbruch sind zeitlich versetzt auftretende Glasbrüche durch mechanische Einwirkungen oder nachträgliche Kantenverletzungen. Auch unsachgemäßer Transport und unsachgemäße Verarbeitung können zum Bruch führen. Gemäß DIN 18 516 Teil 4 müssen beim Einsatz von ESG als hinterlüftete Außenwandbekleidung ESG Scheiben einen Heißlagerungstest (Heat-Soak) durchlaufen. Hierbei wird durch Erhitzen der Scheibe ein möglicher Spontanbruch gewollt herbeigeführt. Die Bauregeliste A (BRL-A) 2002/1 führte das heißgelagerte Einscheibensicherheitsglas (ESG-H) als geregeltes Bauprodukt ein. In einem zertifizierten Heat-Soak-Ofen wird bei Interpane Hildesheim das Glas an jeder Stelle einer Temperatur von 290 °C ± 10 °C über eine Haltezeit von mindestens 4 Stunden ausgesetzt. Ein gemäß diesen Regelwerken durchgeführter Heat-Soak-Test minimiert nach dem Stand der Technik das Risiko eines Spontanbruches durch Nickelsulfid-Einschlüsse im eingebauten Zustand.
Klosterhütten
Nach dem Verfall des Römischen Reiches übernahmen die Klöster die Aufbewahrung der antiken Literatur über die Glasherstellung. Sie waren es auch, die bis zum 13. Jahrhundert die Glasherstellung, vor allem für die Kirchenfenster, besorgten. Als das Bürgertum das Wirtschaftsleben zu beherrschen begann, wurde auch die Glaserzeugung von den Klöstern losgelöst.
Interferenz-Erscheinungen
Bedingt durch die optimale Planparallelität von Floatglasscheiben kann es bei bestimmten Lichtverhältnissen zu physikalisch bedingten optischen Erscheinungen kommen. Diese machen sich durch regenbogenartige Flecke, Bänder und Ringe bemerkbar, die beim Druck auf die Scheiben ihre Lage verändern. Interferenzen sind rein physikalisch bedingte Lichtbrechungs- und Überlagerungserscheinungen, sie treten nur in Fällen auf, bei denen zwei oder mehrere Floatglasscheiben hintereinander angeordnet werden. Es handelt sich somit bei diesen Interferenzen um Erscheinungen, die als Ausdruck einer ausgezeichneten Floatglasqualität anzusehen sind.
Isolierglas
Isolierglas gibt es seit etwa 60 Jahren. Das älteste Patent zu diesem Thema stammt sogar aus dem Jahre 1865. Die offizielle Definition des Begriffs Isolierglas ist in DIN 1259 Teil 2 festgelegt: Mehrscheibenisolierglas ist eine Verglasungseinheit, hergestellt aus zwei oder mehreren Glasscheiben (Fensterglas, Spiegelglas, Gussglas, Flachglas) die durch einen oder mehrere luft- bzw. gasgefüllte Zwischenräume voneinander getrennt sind. An den Rändern sind die Scheiben gas- bzw. feuchtigkeitsdicht durch organische Dichtungsmassen, verlöten oder verschweißen verbunden. In dem abgeschlossenen Raum zwischen den Scheiben befindet sich kein Vakuum, wie fälschlicherweise oft angenommen wird, sondern getrocknete Luft oder Spezialgas. Vakuum ist aus statischen Gründen unmöglich.
Lüsterglas
Mit Metalldämpfen gefärbtes Glas, wie es zum Beispiel von Tiffanny verwendet wurde
Lichtdurchlässigkeit
Die Lichtdurchlässigkeit tL drückt den direkt durchgelassenen, sichtbaren Strahlungsanteil im Bereich der Wellenlänge des sichtbaren Lichts von 380 nm bis 780 nm, bezogen auf die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges, aus. Die Lichtdurchlässigkeit wird in Prozent angegeben und u. a. von der Glasdicke beeinflußt. Bedingt durch den unterschiedlichen Eisenoxidgehalt des Glases sind geringfügige Schwankungen möglich. So verfügt Floatglas als Einzelscheibe im sichtbaren Spektralbereich über eine Lichtdurchlässigkeit von 90 %. Normales, unbeschichtetes Isolierglas, bestehend aus zwei Floatglasscheiben, besitzt eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 82 %. iplus neutral S, ds helle Glas von Interpane besitzt eine Lichtdurchlässigkeit von 81 %. Damit wird deutlich, dass hinsichtlich der Lichtdurchlässigkeit praktisch kein Unterschied mehr zwischen einer unbeschichteten (mittlerweile veralteten) Isiolierglaseinheit und iplus S mehr besteht. Und das bei einer um 60% besseren Wärmedämmung. Die Bezugsgröße 100 % ist eine unverglaste Maueröffnung.
Milchglas
Bei Zumischung von Phosphaten setzen sich in der Glasmasse feinste kristalline Teilchen ab, die das Glas trüben und undurchsichtig machen. So entsteht das Opak- oder Milchglas.
Multifunktions-Isolierglas
Durch die Verwendung unterschiedlicher Basisprodukte und verschiedener Spezialgasfüllungen ist es heute leicht möglich, objektspezifisch individuell geeignete Multifunktionsverglasungen herzustellen. Es liegt in der Sache, dass es ein "Standard-Multifunktionsglas" nicht geben kann, umfasst die Palette doch so unterschiedliche Basisfunktionen wie - Wärmeschutz - Sonnenschutz - Sicherheit - Schallschutz - Einbruchschutz - Gestaltung etc.
Netzglas
Durchsichtiges Glas mit eingelegten Milch- oder Farbglasfäden. Diese Technik beherrschen die Venezianer seit dem 16. Jahrhundert.
Niedrigenergiehäuser/Passivhäuser
Für Niedrigstenergie- und Passivhäuser mit deutlich geringerem Heizenergiebedarf als die EnEV fordert oder gar Nullenergiehäuser sind vollkommen neue Lösungsansätze erforderlich. Interpane Produkte aus der Passivhausserie setzen im Bereich der Warmgläser vollkommen neue Maßstäbe. Ausgezeichnete Ug-Werte bis herab zu 0,5 W/m²K nach DIN minimieren die Wärmeverluste, hohe g-Werte ermöglichen optimale Sonnenenergiegewinne. Das renommierte Passivhausinstitut Dr. Feist in Darmstadt fordert als Behaglichkeitskriterium generell einen Ug-Wert von ± 0,80 W/m²K. Daneben wird mit dem Energiekriterium eine positive Energiebilanz für die Verglasung gefordert. Deshalb soll nach der Formel Ug - 1,6 W/m²K x g-Wert (DIN EN 410) dieses Energiekriterium = 0 sein. Interpane bietet in diesem Segment drei Produkte an, die den vorgenannten Forderungen entsprechen: Die Superdämmung iplus 3C S mit 2 x 12 mm SZR und Kryptonfüllung Energiekriterium: - 0,322 Die schlanke Lösung iplus 3C S mit 2 x 8 mm SZR und Kryptonfüllung Energiekriterium: - 0,142 Die wirtschaftliche Lösung iplus 3 S mit 2 x 12 mm SZR und Argonfüllung Energiekriterium: -0,092. Nicht jedes Haus ist ein Passivhaus, aber Passivhausfenster sind der Energiesparturbo für jedes Bauvorhaben
Opalglas
Undurchsichtiges Glas mit geringer Wärmeausdehnung. Es wird für Glasgeschirr und Lampen mit starker Wärmeentwicklung verwendet.
Profilglas
U-förmig profiliertes Gußglas für den Hochbau.
Quarzglas
Es ist sehr temperaturwechselbeständig, erweicht erst bei 1000° C und hat eine sehr hohe elektrische Isiolierfähigkeit. Quarzglas wird aus möglichst reinem Quarz (SiO2) bei über 2000° C erschollen.
Selektivitätskennzahl S
Mit der Selektivitätskennzahl S wird das Verhältnis von Lichtdurchlässigkeit tL zum Gesamtenergiedurchlassgrad (g) gekennzeichnet. Die Kennzahl S bewertet Sonnenschutzgläser in Bezug auf eine (erwünschte) hohe Lichtdurchlässigkeit im Verhältnis zu dem jeweils angestrebten niedrigen Energiedurchlassgrad. Eine hohe Selektivitätskennzahl drückt ein günstiges Verhältnis aus. S ~ 1,8 kennzeichnet dabei für neutrale Verglasungsprodukte die Grenzen des physikalisch Machbaren.
Schalldämm-Maß Rw
Verwendung bei der schalltechnischen Beurteilung von Verglasungen findet das bewertete Schalldämm-Maß Rw nach DIN 20140 Teil 3, das durch Messungen und Vergleich mit der Bezugskurve ermittelt wird. Es wird in Dezibel (db)ausgedrückt. Auf Grund des logarithmischen Maßstabs, bewirkt eine Verbesserung der Schalldämmung von 10 dB eine Halbierung der Lärmbelästigung.
Schallschutzisolierglas
Schallschutzisoliergläser von Interpane werden mit dem Markennamen ipaphon vertrieben. Da die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) neben einer erhöhten Schalldämmung zusätzlich auch einen verbesserten Wärmeschutz erforderlich machen, verfügen die modernen ipaphon Typen gleichzeitig auch über niedrige U-Werte. Die Bezeichnung lautet dann iplus S/ipaphon Typ ... Schalldämmeigenschaften von Isolierglas werden prinzipiell durch folgende charakteristischen Merkmale erreicht: - vergrößerter SZR - asymmetrischer Glasaufbau - Spezialgasfüllung im SZR sowie ggf. - Verwendung von Gießharz- bzw. speziellen Schalldämmverbundscheiben. Interpane bietet eine breitgefächerte Produktpalette, individuell abgestimmt auf die entsprechenden Erfordernisse an. Dabei reicht der Schalldämmwert von Rw = 36 dB bis zu Rw = 50 dB. Die entsprechenden UV-Werte nach DIN staffeln sich von 1,3 W/m2K bis herunter zu 1,0 W/m2K. Für alle ipaphon Typen besitzt Interpane Prüfzeugnisse anerkannter Prüfinstitute. Aus Gründen des Umweltschutzes verzichtet Interpane bei der Produktion von Schallschutz-Isoliergläser auf den Einsatz von SF6 als Gasfüllung.
Shading coeffizient
Der "mittlere Durchlassfaktor b" ist die entscheidende Größe zur Berechnung der Kühllast. Der b-Faktor wird auch "Shading coeffizient" genannt und ist nach VDI 2078, Ausgabe Juli 1996, das Verhältnis aus g-Wert der jeweiligen Verglasung und dem g-Wert eines Zweischeiben-Normalglasfensters. Der g-Wert dieses Zweischeiben-Normalglasfensters wird als Konstante mit 80 % angesetzt.
Silberbeschichtung
Die Silberbeschichtung ermöglicht die Herstellung farbneutraler Warmgläser. Farbneutrales Warmglas wurde Anfang der 80er Jahre erstmals von Interpane am Markt eingeführt. Heute gilt silberbeschichtetes Isolierglas als Stand der Technik. Mit dem Interpane Mehrfach-Schichtsystem lassen sich wirklich neutrale Wärmefunktionsschichten mit niedrigem Emissionsvermögen (e 0,04) herstellen, die einen UV-Wert von 1,1 W/m2K nach DIN im Standard Isolierglasaufbau mit Argon-Füllung gewährleisten (iplus neutral S). Mit speziellen Gasfüllungen und Dreifach-Verglasungen sind UV-Werte bis zu 0,5 W/m2K nach DIN möglich (iplus 3 SC).
Sonnenenergie-Nutzung
Glas ist der einzige Baustoff, der die Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie möglich macht. Der ausgezeichnete g-Wert von iplus neutral S von 64 Prozent verschafft dem Nutzer ein Optimum an Strahlungsenergiezugewinn bei gleichzeitig niedrigsten Wärmeverlusten. Da jedoch insbesondere dann, wenn der Bedarf am größten wäre, also in den Abendstunden, in der Übergangszeit und in den Wintermonaten, keine oder nur unzureichende Mengen an Sonneneinstrahlung auftreten, ist nach wie vor der Wärmedämmung des Verglasungselementes (U-Wert) größte Bedeutung zuzumessen. Ein niedriger U-Wert bewirkt, dass die teuer erzeugte Heizenergie im Raum verbleibt, während die einseitige Betrachung des g-Wertes höchstens dazu beitragen kann, dass im Sommer eine Überhitzung des Innenraums auftritt.
Sonnenschutz-Isolierglas
Große Glasflächen haben in der Regel einen hohen Klimatisierungsaufwand im Sommer zur Folge. Die Kühllasten können bis zum Vierfachen der Heizkosten im Winter betragen. Deshalb werden im Bereich der Objektarchitektur, beim Einsatz von Klimaanlagen und darüber hinaus bei großflächigen Verglasungen im privaten Wohnungsbau Sonnenschutzgläser eingesetzt. Die Produktpalette von Interpane im Sonnenschutzbereich wird unter dem Markennamen ipasol vertrieben. Dabei sind sowohl neutrale Produkte für ein- und aussichtige Fassadenkonstruktionen als auch bewußt farblich gestaltete Typen realisierbar. Heute bietet Interpane höchst selektive Sonnenschutzschichten an, die gleichzeitig eine hohe Lichtdurchlässigkeit und eine niedrige Energiedurchlässigkeit (g-Wert) in sich vereinen. Beispiel: ipasol natura 68% Lichtdurchlässigkeit und nur 73% Energiedurchgang nach DIN EN 410. Für einen hohen Wärmeschutz im Winter sorgt bei allen ipasol Typen ein niedriger Wärmedurchgangswert (UV-Wert meist 1,0 W/m2K).
Sprossen-Isolierglas
Kleinformatige Isolierglaseinheiten, wie sie bei der Konstruktion von Echtsprossen-Isolierglasfenstern eingesetzt werden, sind höheren physikalischen Belastungen ausgesetzt als großformatige Isolierglasscheiben, die über die Elastizität der Glasscheiben Pump- und Sogbewegungen ausgleichen können. Aus diesem Grund bietet Interpane moderne Sprossen-Isolierglassysteme, wie "Schweizer Kreuz" und "Wiener Sprosse" an. Beim "Schweizer Kreuz" wird eine pulverbeschichtete Aluminiumsprosse in den Scheibenzwischenraum eingebaut, die optisch einer echten, handwerklich gefertigten Sprosse entspricht. Bei der "Wiener Sprosse" besteht das System aus eingebauten Abstandhalterprofilen, die keinen direkten Kontakt zu den Glasoberflächen haben. Der Fensterhersteller setzt dann von außen Sprossenprofile auf, so dass der Eindruck einer Echtsprossen-Isolierglaseinheit entsteht, ohne dass die bekannten physikalischen Belastungen auftreten. Ein zusätzlicher Vorteil bei der Wiener Sprosse ist die Möglichkeit, die Sprossen dünner zu gestalten, weil das System keine tragende Funktion zu erfüllen hat.
Römer
Der Römer ist ein, meist grünliches, Weinglas mit zylindrischem Hohlschaft und kugeligem Kelch. Form und Name kamen im 16. Jahrhundert auf. Der Römer entwickelte sich aus den Becherformen der Waldglashütten.
Schwarzlot
Zur Glasmalerei wird für Zeichnungen der Konturen Schwarzlot verwendet. Es ist ein feinpulverisiertes Bleiglas mit Eisen und Kupferzusatz, das einer Flüssigkeit wie Terpentin beigemischt wird, um damit malen zu können. Nach dem Aufmalen wird es bei Temperaturen von 550-650° C auf dem Glas eingebrannt.
Tiffanny Louis Comfort
Tiffanny (1848 - 1933) war ein berühmter New Yorker Glaskünstler. Er erfand und benutzte für seine Jugenstil-Lampen und Glasmalereien mehrfach irisierendes Glas. 1902 übernahm er von seinem Vater das bekannte Juweliergeschäft Tiffanny & Co. in New York.
Taupunkttemperatur
Als Taupunkttemperatur wird die Temperatur der Luft bezeichnet, bei der die relative Luftfeuchtigkeit den Wert von 100 % erreicht
Überfangglas
Wird ein farblose Glas in eine farbige oder getrübte Glasschmelze getaucht, so verbinden sich die Gläser sofort. Man nennt das Überfangen.
Verbundsicherheitsglas VSG
Bei der Herstellung von VSG werden zwei oder mehrere übereinanderliegende Glasscheiben durch eine oder mehrere hochelastische Folien aus Polyvinylbutyral (PVB) fest miteinander verbunden. Verbundsicherheitsglas ist ein splitterbindendes Glas. Das bedeutet, dass beim Bruch einer VSG Scheibe die Bruchstücke an der Folie haften. Somit können sich so gut wie keine scharfkantigen Glassplitter lösen. Die Verletzungsgefahr wird minimiert. Die zähelastische Folie erschwert zusätzlich das Durchdringen des Gesamt-Glaselementes, so dass auch die aktive Sicherheit deutlich erhöht wird (je nach Aufbau einbruch- bis durchschußhemmend).
Wärmeschutzverordnung
Die 3. Wärmeschutzverordnung von 1995 führt für den Neubaubereich eine neue Kenngröße ein - den Jahresheizwärmebedarf QH in kWh pro m2 Wohnfläche und Jahr. Im Altbaubereich bleibt es bei den U-Wert Anforderungen an Bauteile. Im Neubau gilt als alleiniger Maßstab die Erfüllung der Anforderungen an den Jahresheizwärmebedarf. Dieser ist abhängig vom Gebäudetyp. - Mehrfamilienhäuser unterliegen einer schärferen Anforderung QH= 54 kWh/m2a. - Einfamilienhäuser dürfen einen höheren Heizwärmebedarf aufweisen QH= 100 kWh/m2a Der Nachweis des Jahresheizwärmebedarfs erfolgt gemäß Anlage 1 der 3. Wärmeschutzverordnung grundsätzlich mit einem Energiebilanzverfahren. Bereits jetzt ist erkennbar, dass möglicherweise noch in 2001 eine weitere Verschärfung der Wärmeschutzverordnung vorgesehen ist.