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UV-Klebstoffe

UV-Klebstoff 682 
UV68230

 

        • UV-Klebstoff 682, UV- und Aktivator härtend.



        • UV-Klebstoff 682, UV- und Aktivator härtend, mittelviskos und transparentes Erscheinungsbild, speziell für Glas/Metall-Verklebungen.


 

 

 

 

 

 

 

Vearbeitungshinweise für die Glasverklebung mit UV-härtenden Klebstoffen

1. Werkstoffauswahl (Eignung des Klebstofftyps beachten):

Mit der Wahl des Werkstoffes und der daraus resultierenden Klebstoffauswahl ergeben sich unterschiedliche Festigkeitswerte der Verklebung. Technische Daten zur Festigkeit usw.

Alle Angaben beziehen sich auf transparente, UVA-Licht-durchlässige Floatgläser. Problemlos zu verkleben sind klares Floatglas, Spiegel (auf der Sichtseite), vorgespanntes Glas (ESG) und Drahtspiegelglas. Sondergläser können zu schlechteren Festigkeitswerten führen, bzw. sind nicht zu verkleben. Problematisch sind alle strukturierten Gläser wie Ornamentglas, Drahtglas, sandgestrahlte Gläser und satinierte Gläser. Die Durchlässigkeit von UVA-Strahlen ist abhängig von der Glasdicke und der Farbintensität des Glases. Achtung: Gläser mit hoher UV-Absorption wie Verbundsicherheitsglas (VSG), Farbglas können mit herkömmlichen UV-Klebstoffen nicht verklebt werden. Hierfür eignen sich ausschließlich die hoch lichtempfindlichen Klebstoffe Verifix HV 770 oder „Lamifix". Weitere Hinweise: Je glatter die zu verklebenden Oberflächen und je dünner die Schichtdicke des Klebstoffes, desto fester und belast­barer ist die Klebeverbindung.

Bei der Verklebung Glas/Metall hat sich in umfangreichen Testreihen Edelstahl als besonders gut geeignetes Material herausgestellt.

2. Vorbehandlung der Klebeflächen

Die zu verklebenden Oberflächen müssen absolut sauber, fettfrei und trocken sein (trennmittelfrei). Für die UV-Verklebung geeigneten Reiniger benutzen (ohne Tenside oder Trennmittel). Herkömmliche Glas- oder Haushaltsreiniger sind in den meisten Fällen ungeeignet.

Empfehlung:Spezialreiniger für Glasverklebungen oder alternativer IP-Reiniger (evtl. in Verbindung mit feiner Stahlwolle).

3. Erwärmung

Klebstoff und zu verklebende Teile müssen Raumtemperatur haben.Um eine hohe dauerhafte Stabilität der Klebeverbindung zu gewährleisten, ist es unerläßlich, die Werkstücke vor der Verklebung zu erwärmen, damit auch evtl. nicht sichtbare Restfeuchtigkeit (Kondensat) rückstandsfrei entfernt wird. Alle zu verklebenden Teile lang­sam und gleichmäßig erwärmen, um Spannungsschäden in der anschließenden Verklebung zu vermeiden.Temperatur: ca. 30°C über der Raumtemperatur Heißluftgerät oder Fön benutzen.

Bei Nichtbeachtung können erhebliche, evtl. nicht sofort wirksame Festigkeitsverluste entstehen, die zum Bruch der Klebeverbindung führen.

4. Klebstoff auswahl

Je nach Anforderung an die zu verklebenden Materialien sowie die Belastung und Verwendung der Klebeverbindungen sind verschie­dene UV-härtende Klebstoffe zu empfehlen.

Besondere Hinweise:

Verbindungen Glas/Metall: Für hochfeste Verbindungen ist nur der mittelviskose UV-Klebstoff Verifix MV 750 oder B-682-0 zu verwenden.

Verbindungen Glas/Glas: Bei der Planung und Ausführung von Ganzglasobjekten sollte immer eine „geschlossene" (d.h. sich selbst sta­bilisierende) Konstruktion angestrebt werden, um eine höchstmögliche Stabilität zu erreichen. Elastische Klebstofftypen wie Verifix HV 770 und Typ B-678-0, B-690-0 sind vornehmlich in „geschlossenen" Konstruktionen einzusetzen. Sollte eine „offene" Konstruktion aus Design-Gründen ausdrücklich gewünscht sein oder läßt sich keine konstruktive Änderung erreichen, so sind nur die Klebertypen Verifix LV 730, B-665-0, Verifix HV 770, Verifix MV 750 oder B-682-0 für hochfeste Verbindungen einzusetzen.

5. Fixierhilfen

Für die sichere Aushärtung von UV-Klebstoffen ist es unerläßlich, die Klebeteile gegen Schwingungen und Verrutschen zu fixieren. Dies wird durch die Verwendung geeigneter Fixierhilfen aus dem VERIFIX Produktprogramm wesentlich vereinfacht.

6. Fügen/Klebstoffauftrag

Vor dem Klebstoffauftrag sind die Werkstücke auf Paßgenauigkeit zu überprüfen. Dies geschieht am besten durch probeweisen Zusammenbau der gesamten Konstruktion (Fixierhilfen verwenden).

Sollten zwischen dem Erwärmen der Klebestellen und dem Klebstoffauftrag mehr als 5 Minuten vergangen sein, so ist dieser Vorgang zu wiederholen.

Verklebungen sind möglichst in waagerechter Position vorzunehmen, senkrechter Auftrag des Klebstoffes kann evtl. zu Problemen führen.

Zuviel Klebstoff reduziert die Festigkeit und führt zu erhöhtem Arbeitsaufwand für das Entfernen der Klebstoffreste. Exakter und wirtschaftlicher Klebstoffauftrag wird durch die Verwendung geeigneter Dosierhilfen erreicht.

7. Klebstoffauftrag vor dem Zusammenfügen

Mittel / Hochviskoser Klebstoff  wird vor dem Zusammenfügen der Teile raupenförmig auf­getragen.

Bei Flächenverklebungen wird Klebstoff immer vor dem Zusammenfügen der Teile aufgetragen.

Bei horizontaler Verklebung entsteht durch gleichmäßiges, vorsichtiges Absenken des Werkstückes eine blasenfreie Verklebung. Das Eigengewicht der Klebeteile reicht zur Verteilung des Klebstoffes über die gesamte Klebefläche aus.

8. Klebstoffauftrag nach dem Zusammenfügen

Niederviskoser Klebstoff  kapilliert von selbst in die Klebefuge. Daher können die zu verklebenden Teile in ihrer Endposition zusammengefügt werden, bevor der Klebstoff aufgetragen wird.

Achten Sie darauf, bei mehrteiligen Objekten die Klebestellen immer nacheinander (nicht gleichzeitig) abzuarbeiten.

Um eine optimale Verteilung der Klebstoffe zu erreichen, sollten die Klebeteile vor der Aushärtung nochmals leicht angehoben und wieder abgesetzt werden (Klebespalt vergrößern und wieder verringern).

9. Aushärten (Belichten)

Die Belichtung erfolgt in 2 Arbeitsschritten:

Bei der Voraushärtung wird die Arbeitsfestigkeit (ca. 70% der Endfestigkeit) erreicht. Dies ermöglicht die problemlose Entfernung eventueller Klebstoffrückstände außerhalb der Klebefläche.Nach der Endaushärtung ist die volle Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit der Klebeverbindung erreicht.

Geeignete UV-Belichtungsleuchte verwenden: Die Lampe darf nicht kleiner/kürzer als die Klebekante sein, um Spannungen durch ungleichmäßige Belichtung zu vermeiden.

Während der Belichtung (Aushärtung) Lampe in geringstmöglichem Abstand zur Klebefläche positionieren. Werkstücke keinesfalls bewegen oder Schwingungen aussetzen (Fixierhilfen verwenden).

Voraushärtung je nach Lampentyp zwischen mindestens 10 Sekunden bis ca. 2 Minuten.

Evtl. Fixierhilfen entfernen und Werkstücke von etwaigen Kleberrückständen reinigen mit Spezialreiniger, Glasschaber oder Stahlwolle Feinheit 00).

Endaushärtung vornehmen: je nach Lampentyp zwischen mindestens 60 Sekunden bis ca. 5 Minuten.

Eine überlange Belichtungsdauer hat keinen negativen Einfluß auf die Qualität der Klebeverbindung, ein positiver Effekt wird jedoch auch nicht erreicht.

Alle Belichtungsleuchten sind mit UV-Filterscheiben ausgerüstet um Schädigungen der Augen und der Haut etc. zu vermeiden. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie jedoch geeignete Arbeitsschutzmittel verwenden, z.B. Schutzbrille mit UV­Filter und Einweghandschuhe.

(Die Verwendung von geeigneten Arbeitsschutzmitteln bei Einsatz von UV-Lampen wird von der Berufsgenossenschaft empfohlen).


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